Michael Dinter
Position: Mittelfeld
Thomas Winkler
Position: Trainer
Stefan Winkler
Position: Mittelfeld
Christian Penzholz
Position: Abwehr
Andre Wimberger
Position: Sturm
Thomas Karig
Position: Tor
Mike Majetschak
Position: Abwehr
Thomas Lange
Position: Mittelfeld
Andre Wimberger
Position: Sturm
Michel Ulbrecht
Position: Mittelfeld
Nils Grüneberg
Position: Sturm
Falk Hieltscher
Position: Mittelfeld
Michael Dinter
Position: Mittelfeld
Kevin Gentsch
Position: Trainer
Spielbericht 1. Mannschaft

Der FSV vom Winde verweht

(24.05.2010) - Nach der 0:6-Klatsche in Deutzen sollte der FSV am vergangenen Pfingstmontag die Gelegenheit bekommen, sich zu rehabilitieren. Zeichnete sich vor einigen Wochen noch ein dezenter Aufwärtstrend ab, so zum Beispiel beim Unentschieden gegen den SV Borna II, musste man nach der hohen Niederlage gegen den SV Deutzen schon wieder nachdenklich werden. Wie sich am vergangenen Montag zeigte: zu Recht.



 

Thomas Karig - Spieler des Tages



So spielte der FSV

Das Einzige, was in den ersten 15 Minuten des Spiels auffällig war, war das Wetter. Denn gleich zu Beginn der Partie rannten die Serbitzer nicht nur gegen die Heimmannschaft aus Rötha an, sondern auch gegen einen heftigen Sturm. Das machte lange Bälle nahezu unmöglich und ließ aus Schüssen Schüsschen werden. Ein kleines spielerisches Übergewicht konnte man dennoch beim FSV ausmachen und es sollte auch ein Tor gelingen – allerdings ein klares Abseitstor. So verlief die Anfangsviertelstunde relativ unspektakulär, was sich im späteren Verlauf des Spiels allerdings noch ändern sollte.
Die erste Großchance des Spiels sollten dann die Gastgeber haben, deren Stürmer nach einem Fehler in der Spieleröffnung von Michael Dinter das Tor des FSV nur knapp verfehlte. Doch die Reaktion der Serbitzer ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 7 Minuten nach der Torchance der Röthaer verpasste Thomas Winkler das Tor, völlig freistehend, per Volley, nachdem Stefan Winkler einen Freistoß hervorragend in den Sechzehner brachte. Das Spiel befand sich zu diesem Zeitpunkt in der 26. Spielminute. Da der erste Freistoß so gut gelungen war, versuchte sich Stefan Winkler vier Minuten später erneut am ruhenden Ball. Und erneut gelang ihm eine gefährliche Flanke in die gegnerische Gefahrenzone, in der Christian Penzholz lauerte, den Ball per Kopf jedoch knapp am Tor vorbei katapultierte.
Nach diesen zwei guten Gelegenheiten für den FSV Serbitz/Thräna kippte das Spiel komplett ins Gegenteil, da die Serbitzer den Faden verloren und sich durch unnötige Fehler das Leben immer wieder selber schwer machten. So zum Beispiel Andre Wimberger, der den Gegner durch einen völlig überflüssigen Ballverlust zum Führungstreffer einlud, welcher lediglich durch eine zweifelhafte Abseitsentscheidung unterbunden werden konnte. In der 39. Spielminute war es dann erneut Andre Wimberger, der negativ auffiel und durch ungeschicktes Zweikampfverhalten im eigenen Sechzehner einen Elfmeter für den Gegner verursachte. In dieser Situation musste man ihm allerdings zu Gute halten, dass zuvor die gesamte Serbitzer Hintermannschaft schlief und es den Röthaern somit denkbar einfach machte. Der fällige Elfmeter wurde dann souverän verwandelt, sodass die Gastgeber die erste Halbzeit als Führende beenden sollten. Dabei hatten diese eine Minute vor dem Pausenpfiff sogar noch die Gelegenheit auf 2:0 zu erhöhen, allerdings konnte Thomas Karig dies durch eine gute Parade verhindern.
Insgesamt lässt sich für die erste Halbzeit festhalten, dass der FSV das Spiel auf Augenhöhe begann, sogar ein kleines spielerisches Übergewicht hatte, sich dann aber durch unnötige Fehler selbst aus der Ruhe und den Röthaer SV ins Spiel brachte. So konnte man mit dem 0:1-Rückstand gut leben und hatte damit die Möglichkeit, in den zweiten 45 Minuten einen besseren Eindruck zu hinterlassen und eventuell sogar noch das ein oder andere Pünktchen mit nach Serbitz zu nehmen.
Die ersten 10 Minuten der zweiten Spielhälfte ließen den großen Angriffssturm jedoch vermissen, sodass Trainer Mike Majetschak reagieren musste. Dies tat er dann auch, in dem er für Thomas Lange und André Wimberger, Michel Ulbrecht und Nils Grüneberg ins Spiel brachte und sich davon wahrscheinlich etwas mehr Offensive versprach. Die erste Chance der zweiten Halbzeit sollte dann auch dem FSV gehören, als Falk Hieltscher sich bei seinem Solo von zwei stumpfen Fouls der Gastgeber nicht stoppen ließ. Leider zögerte er dann zu sehr im Abschluss, so dass er aus dieser starken Aktion nichts Zählbares machen konnte. Doch bereits eine Minute später machte er dies deutlich besser und verwertete eine Flanke von Thomas Winkler, welche die gegnerische Abwehr nicht aus dem eigenen Sechzehner bekommen konnte, souverän zum 1:1-Ausgleichstreffer mit einem gekonnten Schuss ins lange Eck. Jetzt schien die Zeit des FSV gekommen. Denn bereits 120 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer sollte es die Gelegenheit zur Führung geben. Nils Grüneberg erlief sich einen lang geschlagenen Ball und hatte eigentlich freie Fahrt zum Tor. Allerdings hatte Falk Hieltscher das gleiche Gefühl, sodass sich beide Spieler in die Quere kamen und diese hundertprozentige Chance zunichte machten. Im Nachhinein könnte man vermuten, dass diese Situation der Knackpunkt des Spiels war. Denn statt in Führung zu gehen, sollte es vier Minuten später das Gegentor und somit den Vorteil für die Gäste geben.
Einen Kopfball aus kurzer Distanz nach einem gefährlichen Freistoß konnte Thomas Karig nur abprallen lassen, sodass die Röthaer im Nachstochern das 2:1 erzielen konnten. Die Entscheidung gab es dann bereits wenige Minuten später, als Michael Dinter durch ein Foulspiel des Gegners einen entscheidenden Zweikampf verloren hatte und somit das 3:1 nur noch Formsache war. Zu allem Überfluss verletzte sich Dinter in der Aktion auch noch so schwer, dass er ausgewechselt werden musste. Für eine kleine Randnotiz kurz vor Schluss sollte dann noch Thomas Winkler sorgen, als ihm eine geplante Flanke vom Schlappen rutschte und somit zu einem mehr oder weniger spektakulären Lattentreffen avancierte. Doch auch ein Treffer in dieser Situation hätte keinen Punktgewinn für den FSV bedeutet, sodass sich der Ärger über das fehlende Glück in Grenzen hielt.
Alles in Allem lieferten die Serbitzer am vergangenen Pfingstmontag keine Leistung ab, die die Zuschauer für das schlechte Wetter entschädigte. Es bleibt nur zu hoffen, dass man sich für die letzten Spiele der Saison nochmal ein Herz fasst und sich selber beweist, dass man zu weitaus mehr in der Lage ist, als man momentan zeigt.

Kevin Gentsch für laenderauswahl.de


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