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Immer noch keine zählbaren Erfolge

Zurzeit scheint es wie verhext. Spielt Serbitz guten offensiven Fußball ist das Ergebnis das gleiche wie wenn man sich im eigenen 16er einmauert und auf Konter lauert. Nach dem guten Spiel gegen Neukirchen sollten nun endlich wieder drei Zähler auf das Konto der Serbitzer, zu nah war man der gefährlichen Region um die Abstiegsränge gekommen.

 

Holger Bauch - Spieler des Tages



So spielte der FSV

Nach den beiden roten Karten der Vorwoche musste Serbitz, mal wieder, auf wichtigen Positionen umstellen. So spielte im Mittelfeld Bauch für Lehmann und in die Abwehr rückte Erhardt für Wolf. Eigentlich keine großen Umstellungen, da beide sich dieses Jahr schon gut im Training präsentierten und in den voran gegangenem Spielen Praxis sammeln konnten. Angst konnte man allerdings haben dass ein Lehmann im Mittelfeld nur schwer zu ersetzen sei, Bauch allerdings machte seine Sache sehr gut.

Kaum hatte Schiedsrichter Engemann die Partie angepfiffen gab es auch schon in der 3. Minute die erste Ecke für die Frohburger. Noch nicht ganz im Spiel, schien die Zuordnung überhaupt nicht zu stimmen, ein lang gewachsener Frohburger kommt frei zum Kopfball und bescherte den Gästen früh die Führung. Eigentlich hätte man aus dem Spiel gegen Neukirchen Lehren ziehen sollen, schafften es diese mehrmals immer wieder zum Kopfball zu kommen und abzuschließen. Hatte man da noch Glück wussten die Frohburger wie man es besser macht. Kaum vom Schock des frühen Tores erholt schlugen die Gäste einen sehr langen Pass auf ihre Stürmer, Majetschak wähnt den Ball schon im Aus und setzt nicht nach. Der Frohburger Stürmer allerdings war schneller als gedacht, schnappt sich den Ball noch vor der Linie, sieht am 16 einen mit gelaufenen Mitspieler und passt zu ihm. Dieser nimmt Volley, trifft den Ball nicht ganz richtig, so dass Dietze im Tor noch mit dem Fuß parieren kann.
Nachdem nun so ziemlich alles gegen den Plan der Serbitzer gelaufen ist, dachte man sich nun langsam das Zepter selbst in die Hand zu nehmen. Lange passt auf Bauch, welcher wunderbar den Ball annimmt und weiter zu Dinter spielt, dieser sieht den frei am 16er stehenden Winkler welcher aber weit am Tor vorbei schießt. Da allerdings der Linienrichter seine Fahne hieb wäre sowieso alles für die Katz gewesen. Kurz darauf waren es wieder Bauch und Dinter welche Gefahr ausstrahlten. Nach Einwurf Langes bekommt Bauch den Ball, er flankt flach in die Mitte wo Dinter schon lauerte, dieser schoss mit Außenriss nur knapp am Tor vorbei.
Nun gab Frohburg das Tempo an, und das war nicht gerade langsam. Immer wieder überbrückten sie wie im Training das Serbitzer Mittelfeld und ließen die Gastgeber wie Statisten aussehen. Serbitz war nur selten möglich dem schnellen Spiel zu folgen. So war es nicht verwunderlich dass nach einem Fehlpass das 2:0 fiel. Bauch spielte zu Frohburg und bleibt danach stehen, diese spielen sich ungehindert den Ball am 16er der Serbitzer hin und her, solange bis einer eine gute Schussposition ausmachen konnte und nachdem diese auch endlich gefunden war schloss man ins Lange Tor-Eck ab.
Die einzige noch nennenswerte Chance war ein Freistoß nach Foul an Winkler. Lange legt sich den Ball zu Recht und schießt mit voller Wucht in die Mauer-Ecke. Dass der Torwart diese wohl falsch stellte bemerkte dieser schnell genug und sprang instinktiv richtig und kratze den Ball noch von der Linie. Winkler will nachsetzen, schafft allerdings nur eine Ecke heraus zu holen. Kurz darauf war auch schon Halbzeit.

Von einem Aufbäumen gegen die drohende Niederlage war nicht viel zu merken nach der Halbzeit. Frohburg schien mit der Führung relativ zu Frieden zu sein und verwaltete nun den Vorsprung. Jedoch kamen diese immer wieder zu guten Chancen. So fielen Tor 3 und 4 genau gleich. Nach Zuspiel vom Links-Außen der Frohburger bekommt der Stürme im Strafraum den Ball und kann ohne Probleme sich die Ecke aussuchen.
Was dachten sich eigentlich die Serbitzer, das geplante Oktoberfest schien ja in den Köpfen vieler schon Formen angenommen zu haben. Nicht jedoch für den eingewechselten Richter, dieser setzt sich rechts außen durch und legt quer auf den in der Mitte frei stehenden Winklmeier, welcher nur noch ein zu netzen braucht. Nur ein Achtungszeichen oder geht da wohl doch noch was? Hat man nicht letzte Saison aus solchen Spielen doch noch einen Punkt gerettet? Wäre der kurz darauf völlig frei vor dem Tor stehende Penzholz entschlossener gewesen und hätte sich die Ecke die er sich, nach schöner Einzelleistung, eigentlich, schneller ausgesucht, hätte man vielleicht noch hoffen könne. Leider war das Anschlusstor auch nicht mehr als dies.
Nachdem dann in der 85. das 1:5, nach schwerem Fehler von Nestler, fiel, hatte keiner mehr so richtig Lust und das Spiel tröpfelte noch vor sich hin.

Nach so einer Leistung muss man wohl im Pokal auch Angst vor der Zweiten Mannschaft von Eula haben. Hoffen wir das Beste.


M.Nestler