Nachdem man letzte Woche gegen den zukünftigen Pokalfinalgegner eine bittere Niederlage einstecken musste und viel Lehrgeld bezahlte, kam der ehemalige Halbfinalgegner gerade recht. Jedoch, trotz stark ersatzgeschwächter Mannschaft der Pegauer, sollte dieses Spiel schwerer werden als erhofft.
Andreas Lehmann rettet Serbitz einen Punkt - Spieler des Tages
Bei nassem Wetter und schlechten Bodenbedingungen pfiff der, nicht immer unumstrittene, Schiedsrichter das Spiel an. Das sich die Mannschaften an das Wetter anpassten schien sich zunächst nicht zu bewahrheiten, denn schon nach 5 Minuten hatte, der Serbitzer Neuzugang, Loki eine typische Großchance. Nach guter Flanke von Michael Dinter kann er den Ball im 5-Meterraum nicht unter Kontrolle bringen und vergibt die frühe Möglichkeit auf eine Führung. Man merkte den Serbitzern, nicht nur durch diese Möglichkeit, an dass sie sich für dieses Spiel viel vorgenommen hatten. Vor gut gefüllter Kulisse schienen sich diese Bemühungen auch bezahlt zu machen. Man ergatterte sich leichte Feldvorteile, jedoch blieb man immer wieder in der gut organisierten Pegauer Abwehr hängen. Auch Dinter, der sich ein ums andere Mal auf der rechten Bahn durchsetzte, schaffte es nicht viel Gefahr mit seinen Hereingaben auszustrahlen. Und je länger das Spiel dauerte desto besser kamen die Gäste ins Spiel. Auch auf Grund der nicht immer gut gestaffelten Abwehr. Mit vielen Fernschüssen versuchten Sie Daniel Dietze zu bezwingen, dieser brauchte sich allerdings meistens nicht einmal vom Platz zu bewegen. Nur einer dieser Schüsse aus der Zweiten Reihe kam aufs Tor und diesen hielt er, wie man es von ihm gewohnt ist, bravurös. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen kleinen Fouls und Reibereien, der Schiedsrichter hielt es aber nicht für nötig wegen Fouls auch nur eine Gelbe Karte zu zeigen. Wie so oft in der Liga gibt man lieber die Karten für Kommentare und Beleidigungen, schafft es aber nicht die Härte des Spiels richtig zu bewerten. Durch diese kleinen Unterbrechungen und weil der Torwart der Pegauer einen Stein in seinem Strafraum fand, kam nicht immer eine flüssiges Spiel zu Stande. Und wenn dies doch der Fall war, so schafften es beide Mannschaften nicht sich genügend Feldvorteile zu erarbeiten um gefährlich vor dem Tor des anderen aufzutauchen. Eine paar Ausnahmen gab es dann doch zum Beispiel als durch geschickten Kombinationsfußball das Mittelfeld schnell überbrückt wurde; Lehmann setzte wieder den neuen Loki gut in Szene, dieser jedoch verfehlte das Tor nur um Haaresbreite. Oder als Winkler den Ball aus der Drehung am Tor vorbei schoss, hätte ein Pegauer hier nicht im Weg gestanden so wäre dies die Führung gewesen. Aufgrund größerer Chancen und etwas mehr Ballbesitz wäre eine Führung der Serbitzer durchaus verdient gewesen. So ging man mit einem 0:0 in die Halbzeit. So wie die Erste Halbzeit endete, so begann die Zweite. Nach insgesamt 60 Minuten setzte sich allerdings ein Pegauer Flügelspieler auf den Außen durch und spielte einen Querpass in die Mitte. Nachdem der erste Pegauer Spieler verpasste und die Abwehrversuche von Dietze nicht fruchteten, steht der Pegauer Stürmer Scholle frei vor dem Tor und muss nur noch einschieben.Jetzt waren die Serbitzer gefragt, man reagierte auch prompt und lies Majetschak sich warmmachen, dieser sollte den verletzungsgeschwächten Dinter ersetzen. Winkelmeier rückte auf die Bahn, während Majetschak im Zentrum versuchte die Fäden zu ziehen. Dies gelang durch gutes Zusammenspiel mit Lehmann auch relativ gut.Doch wie in der Ersten Halbzeit war am gegnerischen Strafraum das Ende der Kreativität. So dauerte es bis zur 85. Minute und einer Standartsituation, bis der Ausgleich fiel. Wie aus dem Lehrbuch verwandelte Lehmann diese Einladung im Tor der Gäste. Auch wenn der Schiedsrichter in der Ersten Hälfte 5 Minuten nachspielen lies, hatte er in der Zweiten keine Lust sich dieses Spiel weiter anzusehen und Pfiff genau zur 90. Minute ab. Unterm Strich steht ein Punktgewinn der beiden Mannschaften nicht viel bringt, man sichert sich nur seine Position in der Liga. Das Spiel jedoch zeigte, dass noch wesentlich mehr Potential in der Mannschaft steckt, man aber mit nur einem nominellen Stürmer zu schwach auf der Brust ist um für diese Liga genug Gefahr auszustrahlen.