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Trotz geschwächter Mannschaft erfolgreich.

Das Spiel am Samstag stand schon vornherein unter einem eher schlechten Stern. So musste Serbitz auf drei weitere Stammspieler verzichten und reiste nur mit einer sog. Notelf an. Das man jedoch erfolgreich sein sollte mochte man bis kurz vor Schluss immer noch nicht für wahr halten. Nun war es endlich soweit, die Winterpause offiziell beendet, und die ersten Punktspiele standen auf dem Plan. Der Gegner für das Erste dieses Jahr hieß Groitzsch. Da diese allerdings auf ihrem Platz umbauten, wurde das Spiel nach Pegau verlegt. Leider durfte man nicht auf dem Hauptplatz spielen und musste auf einen eher schlecht als rechten Nebenplätze ausweichen.


 

André Koch verteidigte gut und schoss das Siegtor - Spieler des Tages

Pünktlich, 14.30 pfiff der Schiedsrichter das Spiel an. Groitzsch hatte Anstoß und versuchte schnell klar zu stellen, wer Herr im Hause ist. Durch den Boden wurden allerdings mehr Pässe zum Gegner als zum eigenen Mitspieler gespielt. Und so kam auch schon nach kurzer Spielzeit der Ball zu Holger Bauch, der sich schön auf der rechten Außenbahn durchsetzte und nach innen zum Strafraum zog. Leider wurde er dann rüde vor dem 16er gestoppt. Der Schiedsrichter pfiff und so kamen die Serbitzer zur ersten Chance durch einen Freistoß. André Koch nahm sich ein Herz und schaute wie der Torhüter die Mauer gestellt hatte. Nach ein paar Sekunden des Nachdenkens schoss er den Ball direkt in die Torwartecke. Da dieser kurz vor dem Hüter noch einmal aufsetzte wurde er nur schwer haltbar und schon stand es 1:0 für die Gäste aus Serbitz.
Für die Groitzscher hieß es nun auf Offensive zu setzten. Schon nach ein paar Minuten schien man den Schock verdaut zu haben und sie tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor des erholten Daniel Dietze auf. Man merkte ihm zu keiner Sekunde an, dass er über ein halbes Jahr verletzt war. Er machte seine Sache routiniert und parierte jede noch so kleine Chance der Gastgeber.
Nach circa 25 Minuten kam die erste Schrecksekunde für Serbitz, als Dietze bei einem Abstoß wegrutschte und sich mit seinem linken, verletzten, Arm abstützte. Er merkte sofort, dass es nicht weiter gehen kann und signalisierte dies dem Trainergespann. Welche sofort die Auswechslung vornahmen. Dies sollte den Groitzschern allerdings nicht zum Vorteil verhelfen, denn ab diesem Zeitpunkt schafften sie es kaum einen Schuss auf das Tor, des nun eingewechselten Nestler, zu bringen. Man lief sich in der gut organisierten Abwehr der Gäste fest oder versuchte es mit Schüssen aus zweiter Reihe.
Die Serbitzer Chancen ließen sich an einer Hand abzählen, da die Linienrichter ihre Fahne immer griffbereit hatten oder man im Mittefeld durch Foulspiel gestoppt wurde. Besonders Michael Dinter wurde dieses Schicksal oft zu teil. Kurios: Da der Schiedsrichter die Karten in der ersten Halbzeit vergessen hatte konnte er für Fouls nur mündliche Verwarnungen aussprechen.
Nach kurzer Nachspielzeit hieß es dann durchatmen und die Halbzeitpause nutzen um wieder Kraft zu tanken.
Die Zweite Halbzeit fing da an wo die erste aufgehört hatte. Serbitz konzentrierte sich auf ihr Defensivspiel und versuchte mit langen Bällen Entlastungsangriffe zu starten. Während Groitzsch es nicht schaffte aus ihrer Feldüberlegenheit Kapital zu schlagen und sich weiter, wie in der ersten Hälfte, im Abwehrbollwerk der Gäste festrannte.
Auch in dieser Phase des Spieles schaffte es der Schiedsrichter nicht die Partie zu beruhigen und so musste ein ums andere mal ein Serbitzer zur Seitenlinie um sich versorgen zu lassen. Bei so manchem Foul fragte man sich wirklich, wie man dafür keine Karte zeigen konnte. Das Spiel tröpfelte nun so vor sich hin, in denen keine der Mannschaften eine nennenswerte Gelegenheit erhielt ein Tor zu erzielen. Und so brauchte es bis zu 75. Minute, dass etwas geschieht. Nach einer Ecke der Gastgeber fehlte in der Abwehr der Serbitzer die Zuordnung und so bekam ein Groitzscher Stürmer den Ball und schoss aus kurzer Distanz auf das Tor. Nestler schien sich allerdings das Pokalspiel genauer betrachtet zu haben und hielt den Schuss, genau wie Kubik die Woche zuvor, im nachfassen sicher.
Der Aufreger des Spiels fand allerdings nicht auf dem Spielfeld statt, sondern neben dem Platz. Circa in der 85. Minute wurde ein Freistoß an der Außenlinie für Groitzsch gegeben, jedoch standen genau an der Stelle die sich der Spieler der Gastgeber aussuchte die so genannten Ultras der Serbitzer, welche natürlich keinen Zentimeter Platz machen wollten. Nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter zeigte dieser, dass er doch durchgreifen kann und verwies die Fans vom Gelände. Die Anweisung wurde durch die Groitzscher Ordner sofort umgesetzt und das Spiel konnte weiter gehen.
Dass man einen solchen Seitenblick riskieren muss, um die wichtigen Dinge des Spiels zu betrachten zeigt schon, dass nicht viel passiert ist. Kurz vor Schluss hatte Thomas Winkler die Möglichkeit den Sack zu zu machen, versuchte aber den wesentlich besser platzierten Dinter in der Mitte zu bedienen, welche allerdings nicht mehr an den Ball kam. Nach vier langen Nachspielminuten pfiff der Schiedsrichter endlich das Spiel ab und Serbitz konnte sich mit einer starken Mannschaftsleistung und gutem Kampfeswille weitere drei Punkte sichern. Dieses Rückspiel war so ziemlich das genaue Gegenteil zum Hinspiel, in denen Serbitz die besseren Chancen hatte, diese aber nicht verwertete und am Ende als Verliere vom Platz ging.


M. Nestler