Erstes Pflichtspiel, erster Sieg – Der FSV kommt gut in die Saison 2008/2009!
Dass das Auftaktspiel in die Saison 2008/2009 kein leichtes werden würde, war den Spielern im Vorfeld schon bewusst. Dass man sich aber erst nach 120 Minuten Spielzeit im Elfmeterschießen durchsetzen würde, war dann doch eine kleine Überraschung gegen den unterklassigen Verein aus Eschefeld. Die Brisanz der ersten Pokalspiele liegt auf der Hand: Die Vereine stecken noch mitten in der Vorbereitung, was hier und da für überraschende Ergebnisse sorgen kann. Die Konstellation für den FSV war so oder so schon eine schwierige, haben mit André Koch und Marcus Tietze doch zwei arrivierte Verteidiger den Verein verlassen und fehlten mit Marcel Kubik ein Defensivspezialist und mit Andreas Lehmann der kreative Kopf im Mittelfeld. Nichtsdestotrotz war ein Sieg in diesem Spiel Pflicht, will man auch in dieser Saison den Traum vom Pokal möglichst lange aufrecht erhalten.
Neuzugang Niels Grüneberg Spieler des Tages!
So spielte der FSV
Im Spiel selbst zeigte sich recht schnell, dass die nötige Spielpraxis bei beiden Mannschaften noch fehlte, so gestaltete sich die Anfangsphase des Spiels recht holprig. Erst in der zehnten Spielminute kam so etwas wie Torgefahr auf, als Sören Winklmeier den Ball nach kurzem Solo über das linke Lattenkreuz setzte. Die nächste Chance für den FSV hatte Thomas Winkler, der nach Vorlage des Neuzugangs Nils Grüneberg den Ball links unten am Tor vorbei schoss. Doch gerade als es die Serbitzer schafften, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, wurden sie von den Gastgebern mit einem Gegentor überrascht. Nach einem langen Abstoß, den Michael Wolf unglücklich per Kopf verlängerte, fackelte der Angreifer des SV Eschefeld nicht lange und versenkte den Ball im Netz. Doch diese Führung sollte nicht lange halten, da sich Michael Wolf wohl fest vorgenommen hatte, seinen Bock wiedergutzumachen. Das 1:1 in der 32. Spielminute leitete er nämlich mit einem hervorragendem Solo und sehr gutem Auge ein, bediente Thomas Winkler vorzüglich, der den Ball dann kurzentschlossen im gegnerischen Kasten unterbrachte. Von dem schnellen Ausgleich beflügelt, schafften es die Mannen des FSV dann sogar noch, in der 1. Hälfte in Führung zu gehen. In der 41. Minute war es soweit. Nils Grüneberg, der einen tollen Einstand feiern sollte, verschaffte sich mit einem Solo eine gute Ausgangsposition und überwand den schlechten Gästekeeper mit einem, zugegebener Maßen, schwachen Abschluss. Doch das interessierte später niemanden mehr, da die Führung so kurz vor der Halbzeitpause eine komfortable Ausgangslage für den FSV darstellte.
Die zweite Halbzeit begann für die Serbitzer mit einer schlechten Nachricht, da sich Michael Dinter am Fuß verletzte und gegen Matthias Erhardt ausgewechselt werden musste. Bis dahin spielte Dinter bemüht, aber unauffällig. 13 Minuten später tauchten die Gastgeber nochmal gefährlich vor dem Kasten von Daniel Dietze auf, brachten den Ball aber nicht aufs Tor. Die Serbitzer versuchten ihr Torekonto in Form von Thomas Winkler zu erhöhen, der in der 70. Minute den Kasten allerdings knapp verfehlte. Den Schlusspfiff vor Augen, wechselte René Grübel in der 80. Minute den starken Nils Grüneberg gegen René Badstube aus – Grübel sollte dabei ein gutes Händchen beweisen. Fünf Minuten vor Schluss hätte Thomas Winkler den Sack zumachen können, als der lange Abschlag von Mike Majetschak vom Gegner in den Lauf von ihm verlängert wurde. Allerdings fehlte dann die Präzision im Abschluss. Und als alle dachten, das Spiel sei aus, sollte der FSV doch noch den Ausgleich kassieren. In der 89. Minute bekamen die Spieler aus Eschefeld einen ungerechtfertigten Freistoß, der zum späten Ausgleich führen sollte. Dass die Serbitzer in der letzten Spielminute nochmal zwei, drei hochprozentige Chancen ausließen, war symptomatisch für den gesamten Spielverlauf. Somit kam es, wie es kommen musste – das Spiel ging in die Verlängerung. Man merkte, dass die Spieler müde waren, aber dennoch sollten Tore fallen. So in der 98. Minute, als René Badstube gut spekuliert hat und einen katastrophalen Bock des unterirdisch spielenden Keepers aus Eschefeld zum 3:2 verwertete. Diese Führung sollte jedoch nur 12 Minuten halten. In der 110. Minute nämlich, katapultierte Michael Wolf den Ball per Kopf ins eigene Netz – über den überraschten Daniel Dietze hinweg. In dieser Situation machten beide Spieler nicht die glücklichste Figur. Die große Chance zum endgültigen Siegtreffer sollte dennoch nochmal kommen. Doch in der 114. Minute brachte Thomas Winkler einen Kopfball aus wenigen Metern nicht aufs Tor und besiegelte somit, dass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. In diesem trafen für Serbitz Daniel Dietze, Mike Majetschak und Christian Penzholz und brachten ihre Mannschaft damit in die 2. Runde des Pokals. Besonders erwähnenswert war hierbei Daniel Dietze, der einen Elfmete mit einer überragenden Parade abwehren konnte.
Es war also ein typischer Pokalfight, den die Zuschauer in Eschefeld bestaunen konnten. Spielerische Höhepunkte konnte man in diesem Spiel noch nicht erwarten, auch wenn hier und da gute Ansätze zu erkennen waren. Das erreichen der zweiten Runde war das erklärte Ziel und dieses ist erreicht worden. Einer Neuauflage der Pokalsensation aus der vergangenen Saison steht also nichts im Wege.
K. Gentsch
Abschließend der Videozusammenschnitt vom Spiel mit Trainer René Grübel im Interview: