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Wer vorne seine Chancen nicht nutzt, hat am Ende meist das Nachsehen

Serbitz gegen Neukirchen, der Klassiker. Vielen wird noch das zuschauerfreundliche Spiel aus der Hinrunde in Erinnerung sein. Nach 90 Minuten teilte man sich die Punkte, Serbitz war am Ende noch zu 9. und Neukirchen bekam kurz vor Schluss einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen. So ziemlich alles was das Hinspiel versprach, nämlich guten Fußball, einige Tore und gute Stimmung, konnte nicht gehalten werden. Es war ein schwaches Spiel beider Mannschaften. Stark geprägt von taktischem Kalkül und nicht von Spielfreude, obwohl aus Serbitzer Sicht alles hätte dafür sprechen müssen. So kehrte nach Verletzungspause Lehmann zurück ins Team, damit war das Traummittelfeld Lehmann/Winklmeier endlich wieder vereint. Doch das allein sollte bei diesem Spiel nicht genügen.

 

Daniel Dietze - Spieler des Tages



So spielte der FSV

Wieder einmal wurde die Startaufstellung durcheinander geworfen. Für den Rückkehrer Lehmann musste Bauch Platz machen und, wie sich in Mölbis schon andeutete, spielte Badstube für Grüneberg, der zur Zeit seiner starken Form aus der Hinrunde hinter her läuft. Schon nach kurzer Spielzeit musste Dinter krankheitsbedingt getauscht werden, so dass Bauch auf der Außenbahn zum Einsatz kam.

Pünktlich 15 Uhr wurde das Spiel vom guten Schiedsrichter Hoop angepfiffen. Und schon früh stellte sich eine unansehnliche Partie ein. Der Zauber des Hinspiels schien gänzlich verflogen zu sein. So kam Neukirchen und Serbitz zwar zu guten Aktionen, zwingende Torchancen stellten sich allerdings nicht ein und blieben auch das ganze Spiel über rar. Die erste Viertelstunde schien Neukirchen leicht Feldüberlegen zu sein. Serbitzer Offensivversuche wurden meist von den Mittelfeldspielern oder von der Neukirchner Abwehr unfair gestoppt, so dass die Gastgeber nicht so recht zu starken Aktionen kommen konnten. Die erste zwingende Chance sollte deswegen auch Neukirchen gehören. Nach einer Ecke will keiner der Serbitzer so recht den Ball unter Kontrolle bekommen und so fällt dieser vor die Füße eines Neukirchners, der mit aufgerückt war. Er zieht aus kurzer Distanz ab, Dietze allerdings kann den Ball sicher halten.

Auf die erste Serbitzer Gelegenheit musste man gar bis zur 22. Minute warten. Der wieder genesene Lehmann schickt mit einem langen Pass Erhardt. Dieser kann sich gegen seinen Gegenspieler gut durchsetzen und schießt aus vollem Lauf auf das Gehäuse der Gäste. Mit einer guten Reaktion bekommt allerdings der Torwart der Neukirchner noch seine Fingerspitzen an den Ball und kann zur Ecke klären. Nun war Neukirchen wieder am Drücker. Nachdem sich der Rechts-Außen der Neukirchner stark gegen Majetschak durchsetzte steht er auf einmal frei im 5-Meter Raum und kann abschließen. Und das was seinem Pendant kurz vorher passierte schaffte nun auch Dietze, er kann den schweren Ball halten und ihn zur Ecke klären. Diese wird von Penzholz per Kopf geklärt, leider zu einem Neukirchner Spieler. Der flankt auf seinen Teamkameraden im Strafraum, welcher ihn direkt nimmt. Dietze ist aber auf dem Dampfer kann ihn mit dem Fuß abwehren, der Abpraller fliegt zur 16 Meterlinie, wo einer der Gäste schon lauert, den Volleyschuss aber leicht verzieht. Bis kurz vor der Pause sollte wieder nicht viel passieren, erst als der Schiedsrichter die Nachspielzeit anzeigt entschließt sich Neukirchen noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Nachdem sie das Spiel schnell machten, schaffen sie es durch gute Kombinationen frei vor Dietze‘ Gehäuse auf zu tauchen, können ihn jedoch abermals nicht überwinden. Und so folgt der Pausenpfiff. Nach der eher durchschnittlichen Ersten Halbzeit hofften die zahlreich angereisten Fans auf Besserung in der Zweiten Hälfte, bis kurz vor Schluss wurden sie allerdings wieder enttäuscht.

Die ersten zwingenden Chancen gehörten wieder den Gästen aus Neukirchen. Wieder nach einer Ecke entsteht eine Menge Unruhe im Serbitzer Strafraum, keiner weiß so recht wohin mit dem Ball. So kommt ein Stürmer der Neukirchner an das Leder und zieht ab. Dietze versucht sich vor den Schuss zu werfen, wird aber unfair gefoult und so landet der Ball im Tor. Ein Pfiff folgte, jedoch zeigt der gute Schiedsrichter Hoop Freistoß für Serbitz an. Nun wollte Neukirchen die Entscheidung erzwingen. Nach starken Fernschüssen versuchte man es wieder mit Flanken. Und so kam es zur wohl klarsten Chance des Tages. Ein eingewechselter Neukirchner Spieler bekommt den Ball kurz vor dem 5-Meter-Raum vor die Füße und kann praktisch Dietze fragen in welche Ecke er ihn haben will. Doch wieso auch immer schlägt dieser den Ball weit übers Tor. An solchen Chancen kann letztendlich ein Sieg scheitern. Wie auch heute.

Denn kurz darauf wurde Serbitz für das defensive Spiel belohnt. Nachdem die Neukirchner ‚Hand‘ reklamierten und so abgelenkt waren schaltete Serbitz schnell um. Und so wurde ein langer Pass auf Winkler geschlagen. Dieser kann den Ball zwar nicht erlaufen, allerdings machte der Abwehrspieler einen kleinen spielerischen Fehler den sich „Luggy“ zu Nutze machte und auf den mitgelaufenen Lehmann flankte. Mit gewohnter Routine braucht dieser nur noch ein zu köpfen. Neukirchen reagierte mit unfairen Gesten gegenüber dem Schiedsrichter Gespann. So bekamen in der letzten Viertelstunde einige Spieler für Meckern und reklamieren die gelbe Karte. Und wie es am Ende ist kommt so natürlich auch kein guter Fußball mehr zu Stande. Sie versuchte zwar alles, wurden für ihre Mühen aber nicht belohnt. Am Ende hat sogar Badstube noch die Gelegenheit bei einem Konter das 2:0 zu erzielen. Der Torwart der Gäste kann dies allerdings verhindern. Auch in den drei Minuten Nachspielzeit kann Neukirchen keinen richtigen Druck aufbauen und so wurde pünktlich in der 93. Minute das Spiel abgepfiffen.

Ein Heimsieg gegen Neukirchen zählt in Serbitz immer mehr als nur 3 Punkte. Wie man allerdings es schaffte an diesem Tag letztendlich als Sieger vom Platz zu gehen weiß wohl keiner so recht. Interessieren wird es die Mannschaft jedoch nicht und man freut sich über 3 hart erarbeitete Zähler. 13 Punkte aus den letzten 5 Spielen sprechen eine klare Sprache, die Winterpause scheint den Serbitzern gut getan zu haben. Auch wenn das spielerische nicht immer stimmt, so weiß man, dass man mit dem richtigen Kampfgeist und dem nötigen Quäntchen Glück jeden schlagen kann.


M.Nestler



Spielbericht der zweiten Mannschaft:

Chance vergeben

Nach dem Sieg gegen Mölbis in der Vorwoche war man an diesem trüben März-Sonntag in Flößberg zu Gast. Der direkte Tabellennachbar, mit einem Punkt mehr, wurde in Serbitz 4:1 besiegt doch man ahnte das dieses Rückspiel kein Selbstläufer sein sollte.

Der Schiedsrichter pfiff das Spiel pünktlich an und man merkte sofort das beide Mannschaften das Heft für sich in die Hand nehmen wollten. Im Laufe der ersten 20 Minuten verlagerte sich das Spiel stark auf die rechte Thränaer Abwehrseite die jedoch dem Druck der Gastgeber standhielt.Auf beiden Seiten kam es vereinzelt zu gefährlichen Szenen doch zum Großteil spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab. Als in der 30. Minute Grüneberg mit Ball in den gegnerischen Strafraum eindrang fiel einem Flößberger Abwehrspieler kein anderes Mittel ein als Grüneberg von den Beinen zu holen. Prompt ertönte der Pfiff und der Schiri entschied auf Elfmeter. Schon vergangene Woche bekam man diese Chance, aber vergab sie.

Meißner trat zu diesem Strafstoß an doch erwischte leider nur die Mitte des Tores. Noch im Flug gelang es dem gegnerischen Hüter den Ball mit den Beinen abzuwehren. Wieder einmal vergab man eine Chance zur Führung. Ein wenig schockiert wirkend ergab sich für Thräna danach nicht mehr viel im Spiel nach vorne. So pfiff alsbald der Schiri zum 0:0 Halbzeitstand das Spiel ab.

Nach Wiederanpfiff der Partie konzentrierten man sich weiter die Defensive zusammen zuhalten da Flößberg nun öfter nach vorn drängte. Nur selten kam es für Thräna zur Entlastung durch das eigene Mittelfeld und die Stürmer. Die verbissensten Duelle wurden weiter in der eigenen Hälfte ausgetragen wo man sich vehement zur Wehr setzte und Flößberg auch mal das nötige Quäntchen Glück fehlte im Abschluss. Doch auch Serbitz erging es nicht besser. Als Grüneberg vom eigenen Mittelfeld mit einem guten Pass in Szene gesetzt wurde zog dieser sofort in den Strafraum der Gastgeber. Leider vergab er diese Chance als er der Ball nicht richtig erwischte und nur streifte. Danach ließ man sich wieder in die eigene Hälfte drängen und hatte alle Mühe den Gegner vom Tor fernzuhalten. In diesem Zuge sei Schultheiß zu erwähnen, der gegen den ihm zugeteilten Stürmer ein sehr gutes Spiel in der Abwehr machte. Auf beiden Seiten gab es in den letzten Minuten keine nennenswerten Torchancen mehr und so pfiff der Schiedsrichter nach 90 regnerischen MInuten ab.

Ein Unentschieden das verdient war aber leider 2 Punkte zu wenig mit nach Hause brachte. Am kommenden Sonntag empfängt man zu hause Olympia Frankenhain. Ich erinnere mit Absicht an dieses Spiel da man dort mit nur 9 Spielern antrat und 9:3 verloren hatte. Alle Spieler die für das Rückspiel aufgestellt werden sollten an dieses Spiel denken und mit einer ordentlichen Spielvorbereitung für eine gute Ausgangsbasis am Sonntag sorgen!

R.Kowalski

P.S: Wieder einmal auch ein großes Dankeschön an die mitgereisten Fans die die meiste Zeit im Regen mitbangen mussten.